Auf den Spuren von Hermann Löns

Habt ihr schon einmal davon gehört, dass Walsrode auch „Hermann-Löns-Stadt“ genannt wird? Das hat den Grund, dass der 1866 geborene Schriftsteller eine ganze Weile bei uns in der Lüneburger Heide verbracht hat. Natürlich auch in Walsrode. Allerdings war er in erster Linie in der Natur unterwegs und verstand sich neben der Schriftstellerei als Naturforscher und -schützer und als Heimatdichter.
Natürlich sah „Naturschutz“ damals noch anders aus als heute, jedoch kann man wohl festhalten, dass er sich mit ihr sehr gut auskannte. Er war viel herumgekommen, hatte sich in verschiedenen deutschen Regionen aus- und weiterbilden lassen und sein Privatleben war nicht immer einfach. Er arbeitete als Journalist beim Hannoverschen Anzeiger, jedoch zog es ihn immer wieder zurück in Wald und Flur. Sein absolutes Landschaftsideal war jedoch die Heide. Ja, genau: die Heide, von der wir umgeben sind und die unsere Region so einmalig und beliebt macht. Löns zog sich oft in die hiesige Natur zurück, um Inspiration für seine Schriftstücke zu finden. Wald und Tierwelt ließen ihn wohl sehr kreativ werden und in der Lönshütte, die sich in der Nähe von Westenholz, inmitten des Waldes „Westenholzer Bruch“ noch immer besuchen lässt, mag er das ein oder andere Gedicht verfasst haben.
Hermann Löns starb übrigens als Soldat im Ersten Weltkrieg. In Gedenken an seine Arbeit in der Heide wurde er nach einigem Hin und Her im Tietlinger Wacholderhain zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel beigesetzt, wo noch heute einmal jährlich eine Gedenkfeier stattfindet. Ganz gleich ob man sich nun für die damalige Heimat-Poesie interessiert oder nicht, in jedem Fall ist es äußerst spannend, sich mit dem Lebensweg des berühmten Dichters auseinanderzusetzen und die verschiedenen Gedenkplätze zu besuchen, an denen er einst arbeite und lebte.

 

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