Kabarett über den Wahnsinn der Schönheitsindustrie mit Inka Meyer

 

Witzig, relevant und brillant recherchiert

Kabarettistin Inka Meyer hält in ihrem Programm „Der Teufel trägt Parka“ ein witziges Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie. Foto: Simon Büttner

Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit hält Kabarettistin Inka Meyer in ihrem Programm „Der Teufel trägt Parka“. Damit tritt sie am Freitag, 27. April, ab 20 Uhr im Kulturcafé „nebenan“ in Winsen/Aller auf.                

Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: „Frauen, ihr lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.“ Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen. Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: „Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?“ Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen, ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an.

Das alles wird von den Modekonzernen geschickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas-Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen.

Dieses satirische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: „Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.“ Außerdem wird hier endlich Adams uralte Frage geklärt: „Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?“

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